Wing Tsun als Lebenskonzept

 

Wing Tsun, richtig trainiert, hat unmittelbare Auswirkungen auf das übrige Leben. Wer in seinem Kampfsystem flexibel reagiert und einer überlegenen gegnerischer Kraft durch nachgeben begegnet, lernt dadurch auch diese Prinzipien auf andere Lebensbereiche anzuwenden. Das kann sich um private Probleme oder auch juristische Auseinandersetzungen handeln. Auch bei der Ernährung kann ich nach derselben Methode verfahren, genau wie bei der Architektur. Es kommt immer nur darauf an so energieschonend wie möglich zu agieren. Ein Kampf um des Kampfes Willen ist genauso blödsinnig, wie eine Auseinandersetzung vor Gericht, bei der nur die Anwälte verdienen. Bei Allem, was ich tue, will ich am Ende eine positive Energiebilanz haben.

 

Dieser schonende Umgang mit meinen Resourcen wirkt sich auch psychisch und körperlich aus. Kämpfen tue ich übrigens nur dort, wo es keinen anderen Ausweg gibt. Deshalb geht es beim Wing Tsun um die Fähigkeit zum Kampf und nicht ums Kämpfen. Das zeichnet die Selbstverteidigung aus.

 

Da ein Kampf immer mit einem Risiko behaftet ist - sei es nur als Folgeerscheinung - versuche ich ihn, wenn möglich, zu vermeiden.

 

Kann ich etwas ohne Kampf erreichen, wähle ich diesen Weg.